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Cyber-Allianz-Zentrum

Cyberspionage und Cybersabotage verhindern

Die Gefährdung von Wirtschaft und Wissenschaft durch Wirt­schaftsspionage – auch mittels elektronisch gesteuerter Angriffe – gewinnt in Zeiten einer voranschreitenden Digitalisierung an Konstanz, Intensität, Vielfalt und Komplexität. Insbesondere Cyberangriffe stellen für fremde Nachrichtendienste ein effektives Mittel dar, um Informationen auf digitalem Weg zu beschaf­fen, politisch Einfluss zu nehmen oder Sabotage zu betreiben. Sie umfassen dabei gezielte Maßnahmen mit und gegen IT­-Infrastrukturen zur Informationsbeschaffung (Cyberspionage) oder zur Schädigung des Angriffsziels (Cybersabotage). Vor allem Staaten wie Russland, China und Iran nutzen den Cyber­raum, um sich einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen oder den Technologievorsprung anderer Nationen aufzuholen.

Der gesetzliche Auftrag des Bayerischen Landesamts für Ver­fassungsschutz umfasst neben der Aufklärung von Spionage-­ und Sabotageaktivitäten fremder Staaten, die sich gegen deut­sche und bayerische Unternehmen und Forschungseinrichtungen richten, auch die Information potenziell betroffener Institutionen. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse und Analysen tragen zu einer besseren Erfassung der Bedrohungslage bei, wovon auch andere Unter­nehmen und Forschungseinrichtungen profitieren können.
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Zahlen, Daten, Fakten

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Prävention durch Information

Die primäre Verantwortung für die Sicherheit der eigenen Daten und die Integrität der eigenen IT-Systeme liegt zunächst bei jedem Einzelnen bzw. beim Unternehmen oder bei der Forschungseinrichtung selbst. Wie in jedem anderen Lebensbereich haben Wirtschaft und Gesellschaft aber auch im Internet einen Schutzanspruch gegenüber dem Staat: Der Staat ist nicht nur verantwortlich für die Sicherheit der eigenen Daten – er ist auch mitverantwortlich für den Schutz des Internets als Teil der Kritischen Infrastruktur.

Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, wurde im Frühjahr 2013 die Bayerische Cybersicherheitsstrategie und die Initiative Cybersicherheit Bayern ins Leben gerufen. Im Rahmen der Initiative wurde ebenfalls 2013 dann das Cyber-Allianz-Zentrum beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz gegründet. Ziel ist es, das partnerschaftliche Zusammenwirken zwischen Staat, Wirtschaft und Wissenschaft auf- und auszubauen. Vertrauen und Vertraulichkeit spielen dabei eine zentrale Rolle. Nicht umfassende staatliche Regulation, sondern persönliche Kommunikation steht an erster Stelle.

Cyberangriffe auf die Wirtschaft oder staatliche Stellen werden im Cyber-Allianz-Zentrum zunächst einer forensisch-­technischen Analyse und Bewertung unterzogen. Die Ergebnisse dieser Analyse werden zudem aus nachrichtendienstlicher Sicht bewertet, um sie am Ende des Analyseprozesses der Wirtschaft in Form von anonymi­sierten, detailliert aufbereiteten Warnmeldungen zur Verfügung zu stellen. Indem sie laufend über aktuelle Angriffsmuster infor­miert werden, sind auch andere potenziell betroffene Unterneh­men in der Lage, ihre Sicherheitsmechanismen anzupassen und sich frühzeitig zu schützen.

Beim Schutz Ihrer IT-Infrastruktur unterstützt Sie das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz mit dem Cyber-Allianz-Zentrum Bayern und dem Fachbereich Wirtschaftsschutz vertraulich und individuell wie folgt:

  • Vorträge in Unternehmen und anlässlich von Veranstaltungen
  • Informations- und Sensibilisierungsgespräche
  • Unterstützung beim Aufbau eines individuellen, ganzheitlichen Sicherheitskonzepts nach einer gezielten Risiko- und Schwachstellenanalyse
  • Ansprechpartner für alle Fragen, Probleme und Sachverhalte, die im Zusammenhang mit Wirtschaftsspionage und Elektronischen Angriffen stehen
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Aufgaben und Struktur

Im Rahmen der Initiative Cybersicherheit Bayern nimmt das 2013 gegründete Cyber-Allianz-Zentrum Bayern beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz eine zentrale Rolle beim Schutz vor elektronischer Spionage und Sabotage ein. Für die Ausgestaltung des Cyber-Allianz-Zentrums waren folgende Anliegen der Wirtschaft maßgebend:

Die Unternehmen wünschen sich Transparenz. Sie wollen wissen, wer ihr Ansprechpartner beim Freistaat Bayern ist. Mit dem Cyber-Allianz-Zentrum konnte diese gewünschte Transparenz geschaffen werden, denn: In Bayern ist das Cyber-Allianz-Zentrum der zentrale Ansprechpartner für alle Fragen bei elektronischen Angriffen auf Unternehmen, Hochschulen und Betreiber kritischer Infrastruktur. Es unterstützt und koordiniert die weiteren Schritte.

Sie erreichen die Ansprechpartner für das Cyber-Allianz-Zentrum per E-Mail oder Telefon (089 31201-222). Alle Beratungsleistungen sind kostenfrei.

Der vertrauliche Umgang mit Meldungen zu elektronischen Angriffen ist aus Angst vor Reputationsverlust und damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen ein zentrales Anliegen der bayerischen Unternehmen. Diese Vertraulichkeit kann der mit der Aufgabe betraute Verfassungsschutz garantieren.

Sie erreichen die Ansprechpartner für das Cyber-Allianz-Zentrum per E-Mail oder Telefon (089 31201-222). Alle Beratungsleistungen sind kostenfrei.

Für die Unternehmen soll der Kontakt zum Staat einen unternehmerischen Mehrwert haben. Diesen Mehrwert sieht die Wirtschaft insbesondere in einer möglichst schnellen und qualitativ wertigen Rückmeldung. Durch die Voranalyse von Angriffen im Cyber-Allianz-Zentrum und die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik kann das Cyber-Allianz-Zentrum diesem Wunsch der Unternehmen nachkommen.

Eine der Hauptaufgaben des Cyber-Allianz-Zentrums ist es, durch präventive Maßnahmen wie Vorträge oder Gespräche zu sensibilisieren, damit Schaden vermieden werden kann. Diese Unterstützung ermöglicht den Unternehmen, die Gefahren im Cyberraum richtig einzuschätzen und sich bestmöglich und frühzeitig gegen elektronische Angriffe zu wappnen.

Ist der Schadensfall bereits eingetreten, stehen beim Cyber-Allianz-Zentrum die drei Säulen Forensik, Bewertung und Kommunikation zur Unterstützung des betroffenen Unternehmens bereit:

  • Forensik analysiert den Schadcode
  • Bewertung interpretiert den Angriff im Kontext des aktuellen nachrichtendienstlichen Lagebilds, reichert das Lagebild mit den bereits vorliegenden Parametern an, anonymisiert den Sachverhalt vor Veröffentlichung und gibt gegebenenfalls Warnmeldungen heraus
  • Kommunikation nimmt die Meldung des Betroffenen auf, kommuniziert nach innen, gibt ein Feedback der Bewertung an den Betroffenen, führt eine Abschlussbesprechung durch und gibt Handlungsempfehlungen
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Cyberabwehr Bayern

Vor dem Hintergrund einer zuneh­menden und überregionalen Bedrohungslage aus dem Cyber­raum hat die Bayerische Staatsregierung zu Beginn des Jahres 2020 die Cyberabwehr Bayern (CAB) ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Informations- und Kooperationsplattform für alle bayerischen Landesbehörden mit Cyber-Sicherheitsaufgaben mit folgenden Partnern:

Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz beheimatet das Cyber­-Lagezentrum der Cyberabwehr Bayern. Basierend auf einer gemein­samen Kooperationsvereinbarung organisiert und koordiniert das Cyber-­Lagezentrum den Informationsaustausch, der zwischen den beteiligten Behörden und Einrichtungen der Cyberabwehr Bayern stattfindet.

Die Cyberabwehr Bayern dient seit April 2021 als Scharnier zwischen Bund und Freistaat Bayern und damit als zentrale Ansprechstelle für das Nationale Cyber-Abwehrzentrum (NCAZ) bei allen Cybersicherheitsvorfällen.

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Kontakt

Cyber-Allianz-Zentrum im Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz

Anschrift

Knorrstraße 139
80937 München

Telefon

089 31201-222

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Informationsmaterial und Broschüren

Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz bietet zum Cyber-Allianz-Zentrum und zu den Themen Cyberspionage und Cybersabotage zielgruppengerechtes Informationsmaterial an, das kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Elektronischer Angriff? Cyber-Allianz-Zentrum Bayern!

Sicherheitsfaktor Mensch

Geschäftsreisen ins Ausland

Cybersicherheit für bayerische Unternehmen und Behörden

Know-how-Schutz im Unternehmen

Soziale Netzwerke und ihre Auswirkungen auf die Unternehmens-Sicherheit

Wirtschaftsspionage – Risiko für Unternehmen, Wissenschaft und Forschung

Für tiefergehende Informationen

Der Verfassungs­schutzbericht

Im jährlich erscheinenden Verfassungsschutzbericht informiert das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz umfassend über extremistische Akteure, Aktivitäten und Handlungsfelder in Bayern. Neben Fakten und Zahlen finden sich im Verfassungsschutzbericht auch aktuelle Trends und Entwicklungen.

Ergänzend bietet das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz auch Broschüren, den Podcast Abgehört und eine Videoreihe zu unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Themen an.

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Podcast-Folgen zum Cyber-Allianz-Zentrum

Im Podcast Abgehört teilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz ihr Insider- und Spezialwissen und sprechen über die verschiedenen Aufgabenbereiche und Themengebiete des Verfassungsschutzes. Auch zum Cyber-Allianz-Zentrum werden im Podcast Fragen und Antworten geliefert.

Mehr Podcast-Folgen

Folge 3 | Was macht der Verfassungsschutz im Cyberraum?

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Folge 13 | Was ist die Doppelgänger-Kampagne?

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Weitere Präventionsstellen

Extremismus begegnen und verhindern

Die wehrhafte Demokratie der Bundesrepublik Deutschland sieht vor, dass der Staat mittels der Verfassungsschutzbehörden auf jene aufmerksam macht, die Freiheit, Demokratie und Grundrechte beseitigen wollen. Dieser Demokratieschutz erfolgt insbesondere auch durch Präventionsarbeit, die beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz in vier Bereichen angeboten wird.

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Weitere Aufgabenbereiche

Extremistische Bestrebungen und Phänomenbereiche

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