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Wirtschaftsschutz

Die bayerische Wirtschaft schützen

Die bayerischen Wirtschafts-­ und Wissenschaftseinrichtungen investieren große Summen in Forschung und Entwicklung und schaffen so Grundlagen für Innovation und Know­how. Auf­grund dieser Innovationsleistung ist Bayern als Wirtschafts-­ und Wissenschaftsstandort für fremde Nachrichtendienste attraktiv. Ergänzend gefährden auch die innen-­ und außenpolitischen Auswirkungen globaler Krisen und Konflikte die Sicherheit von Unternehmen und Forschungs­einrichtungen gleichermaßen. Geopolitische Interessen senken die Hemmschwelle für Wirtschaftsspionage und Sabotage. Die Wahrscheinlichkeit, dass Lieferketten gestört werden oder die Reputation durch gezielte Akte von Desinformation geschädigt wird, steigt.

Moderne Informations-­ und Kommunikationstechnologien haben die strategische Vorgehensweise ausländischer Nachrichten­dienste verändert. Cyberangriffe auf Computersysteme und Netz­werke von Regierungsstellen, Unternehmen und Forschungs­einrichtungen zählen mittlerweile zu den etablierten Mitteln der Spionage und Sabotage. Hierbei ist eine zunehmende Ver­mischung analoger und digitaler Angriffsvektoren festzustellen. Ferner bedienen sich ausländische Nachrichtendienste vermehrt der Methodik von Cyberkriminellen, was die Erkennung und Zu­rechenbarkeit von Cyberangriffen staatlicher Akteure erschwert. Der Wirtschaftsschutz Bayern im Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz berät Unternehmen und For­schungseinrichtungen, leistet Hilfe zur Selbsthilfe und garantiert dabei Vertraulichkeit.
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Zahlen, Daten, Fakten

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Prävention durch Beratung

Sicherheitsbewusstsein und ganzheitliche Schutzkonzepte existieren eher bei großen, international agierenden Konzernen als bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Dort wird die allgemeine Gefahrenlage zwar meist erkannt, die individuelle Betroffenheit aber vielfach noch unterschätzt. Nicht selten stehen die „virtuellen Werkstore“ durch unzureichende Schutzmaßnahmen offen. Doch gerade der Verzicht auf ausreichenden Know-how-Schutz kann teuer werden – wenn ein Unternehmen Opfer von Spionage wird und im schlimmsten Fall in wirtschaftliche Schieflage gerät.

Um dieser Gefahr zu begegnen, ist es erforderlich, das Thema Unternehmenssicherheit zu priorisieren und ein ganzheitliches Schutzkonzept zu entwickeln. Die IT-Sicherheit stellt dabei einen wesentlichen Bestandteil dar, kann aber nicht alle Sicherheitslücken schließen. Die Tatsache, dass Maßnahmen im IT-Bereich häufig kostenintensiv sind, führt aber immer wieder dazu, dass Know-how-Schutz insgesamt als zu teuer bewertet wird, und deshalb wichtige Sicherheitsmaßnahmen nicht ergriffen werden. Es sind jedoch viele kostengünstige Sensibilisierungsmaßnahmen möglich, die beim „Faktor Mensch“ – also den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – ansetzen und einen erheblichen Sicherheitsgewinn bedeuten können.

Nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen können – häufig ohne es zu bemerken – einen Know-how-Verlust verursachen, auch andere Personen, die in die Firma kommen, sind für den Know-how-Schutz relevant. Von der ausländischen Delegation über Praktikanten oder Doktoranden bis hin zu Dienstleistern, Kunden oder Geschäftspartnern: Überall handeln Menschen. Sie missbrauchen die IT, verlieren oder vergessen unverschlüsselte Datenträger, fotografieren Schützenswertes, versenden sensible Informationen per Mail oder posten diese auf sozialen Netzwerken. Diese und viele andere Möglichkeiten des Know-how-Verlustes sollten den Unternehmensverantwortlichen bewusst sein.

Beim Schutz Ihres Firmen-Know-hows unterstützt Sie das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz mit dem Fachbereich Wirtschaftsschutz und dem Cyber-Allianz-Zentrum vertraulich und individuell wie folgt:

  • Vorträge in Unternehmen und anlässlich von Veranstaltungen
  • Informations- und Sensibilisierungsgespräche
  • Unterstützung beim Aufbau eines individuellen, ganzheitlichen Sicherheitskonzepts infolge einer gezielten Risiko- und Schwachstellenanalyse
  • Ansprechpartner für alle Fragen und Sachverhalte im Zusammenhang mit Wirtschaftsspionage und Elektronischen Angriffen
  • Flyer und Broschüren
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Initiativen und Formate

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Präventionsstelle Islamismus bieten unterschiedliche Formate an, um das vielfältige Themenportfolio zu präsentieren. Die Wahl des Formats hängt dabei dabei unter anderem von der Zielgruppe, der Teilnehmerzahl und dem Zeitrahmen der Veranstaltung ab. Folgende Angebote und Formate stehen zur Verfügung:

Im Rahmen der seit 2010 zwischen dem Bayerischen Staatsminis­terium des Innern, für Sport und Integration und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bestehenden Initiative Wirtschaftsschutz bietet das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz kostenfreie Informationen, Sensibilisierungen und Serviceleistungen für Unternehmen und Hochschulen an. Durch anforderungsorientierte Beratungen und Sensibilisierungsvorträge wird die Basis für den Aufbau und die Pflege vertrauensvoller Sicherheitspartnerschaften geschaffen.

Das Infoportal www.wirtschaftsschutz.info ist ein vom Bundes­amt für Verfassungsschutz gemeinsam mit Bundeskrimi­nalamt, Bundesnachrichtendienst und dem Bundes­amt für Sicherheit in der Informationstechnik betriebenes Angebot, das allgemeine und aktuelle Informationen zum Thema Wirtschafts­- und Wissenschaftsschutz zur Verfügung stellt. Nutzerinnen und Nutzer können dort Meldungen abrufen oder nach einer einmaligen Registrierung auch Zugriff auf weiterführende Hintergrundinforma­tionen erlangen.

Unternehmen, die hochsensible staatliche Informationen von Behörden, ausländischen amtlichen Stellen oder zwischenstaatlichen Organisationen erhalten, unterliegen der Geheimschutz-Betreuung. Diese stellt den einheitlichen Schutz von Verschlusssachen auch in Wirtschaftsunternehmen sicher. Zuständige Behörde auf Bundesebene ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Das zugehörige Verfahren ist im Handbuch für den Geheimschutz in der Wirtschaft geregelt.

Bei der Vergabe von Verschlusssachen-Aufträgen durch bayerische Behörden erfolgt die Geheimschutzbetreuung durch das jeweilige Staatsministerium bzw. den Bayerischen Landtag. Ansprechpartner und mitwirkende Stelle für alle geheimschutzbetreuten Unternehmen, die ihren Sitz in Bayern haben, ist das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz. Das Beratungsangebot umfasst alle Themenbereiche der Geheimschutzbetreuung, von den Voraussetzungen und Abläufen des Aufnahmeverfahrens bis hin zum Ausscheiden aus der Geheimschutzbetreuung.

Ziel der Geheimschutzbetreuung durch das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz ist es, nicht nur nachrichtendienstliche Angriffe zu erkennen und abzuwehren, sondern ihnen durch gezielte Maßnahmen präventiv entgegenzuwirken. Wichtig ist, jedem Hinweis, der den Verdacht auf eine nachrichtendienstliche Tätigkeit, einen Verrat oder Sabotage begründen könnte, nachzugehen. Vertraulichkeit bildet dabei die garantierte Basis für eine Sicherheitspartnerschaft zwischen den Unternehmen und den Ansprechpartnern beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz.

Sie erreichen die Ansprechpartner für den Geheimschutz in der Wirtschaft per E-Mail oder Telefon (089 31201-222). Alle Beratungsleistungen sind kostenfrei.

Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz bietet mit der regelmäßig stattfindenden zweitägigen Wirtschafts­schutztagung, die im Wechsel mit dem Wirtschaftsschutz des Landesamts für Verfassungsschutz Baden­-Württemberg aus­gerichtet wird, ein wichtiges Austauschformat für die Sicher­heitsbeauftragten der geheimschutzbetreuten Industrie in Bay­ern und Baden-Württemberg.

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Kontakt

Wirtschaftsschutz im Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz

Anschrift

Knorrstraße 139
80937 München

Telefon

089 31201-222

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Informationsmaterial und Broschüren

Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz bietet zum Thema Wirtschaftsschutz und Wirtschaftsspionage zielgruppengerechtes Informationsmaterial an, das kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Handbuch für den Geheimschutz in der Wirtschaft

Sicherheitsfaktor Mensch

Geschäftsreisen ins Ausland

Know-how-Schutz im Unternehmen

Soziale Netzwerke und ihre Auswirkungen auf die Unternehmenssicherheit

Wirtschaftsspionage – Risiko für Unternehmen, Wissenschaft und Forschung

Für tiefergehende Informationen

Der Verfassungs­schutzbericht

Im jährlich erscheinenden Verfassungsschutzbericht informiert das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz umfassend über extremistische Akteure, Aktivitäten und Handlungsfelder in Bayern. Neben Fakten und Zahlen finden sich im Verfassungsschutzbericht auch aktuelle Trends und Entwicklungen.

Ergänzend bietet das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz auch Broschüren, den Podcast Abgehört und eine Videoreihe zu unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Themen an.

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Podcast-Folgen zum Wirtschaftsschutz

Im Podcast Abgehört teilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz ihr Insider- und Spezialwissen und sprechen über die verschiedenen Aufgabenbereiche und Themengebiete des Verfassungsschutzes. Perspektivisch sollen im Podcast auch zum Wirtschaftsschutz Fragen und Antworten geliefert werden.

Mehr Podcast-Folgen

Folge 17 | Wie schützt der Verfassungsschutz die Wirtschaft?

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Weitere Präventionsstellen

Extremismus begegnen und verhindern

Die wehrhafte Demokratie der Bundesrepublik Deutschland sieht vor, dass der Staat mittels der Verfassungsschutzbehörden auf jene aufmerksam macht, die Freiheit, Demokratie und Grundrechte beseitigen wollen. Dieser Demokratieschutz erfolgt insbesondere auch durch Präventionsarbeit, die beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz in vier Bereichen angeboten wird.

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Weitere Aufgabenbereiche

Extremistische Bestrebungen und Phänomenbereiche

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